Baustellen im Tiefbau sind keine kontrollierten Labore. Menschen, Maschinen und Materialien bewegen sich ständig, Licht und Wetter ändern sich, und manchmal steht alles gleichzeitig im Weg. Viele glauben, mobile 3D-Scans könnten unter solchen Bedingungen nicht zuverlässig funktionieren und dass die Nacharbeit im Büro die Marge auffrisst. Wir erleben das anders.
Bewegung ist normal und kein Hindernis
Auf den Baustellen erfassen die Mitarbeitenden Leitungen, Schächte und Trassen selbst mit unseren mobilen 3D-Scannern. Die Geräte liefern hochdichte Punktwolken, auch wenn es hektisch wird oder sich die Bedingungen ständig ändern. Es geht nicht darum, Laborpräzision zu erreichen, sondern Rohdaten zu liefern, die direkt nutzbar sind, für Planung, Abgleich mit der Projektplanung oder Übergabe an Netzbetreiber.
Wir haben festgestellt, dass die zentrale Herausforderung nicht die Bewegung ist, sondern wie man die Rohdaten danach behandelt. Wer die Nachbearbeitung ins Büro verlagert, verliert Zeit, Geld und Übersicht. Genau das wollen wir vermeiden.
Zentimetergenauigkeit ist oft völlig ausreichend
Im Tiefbau zählt nicht jeder Millimeter. Für Trassen, Schächte und Oberflächen reicht meist ein verlässlicher Zentimeter-Überblick. Wichtig ist, dass die Daten vollständig, nachvollziehbar und sofort weiterverwendbar sind. Alles, was darüber hinausgeht, erhöht oft nur Aufwand und Kosten, ohne einen praktischen Vorteil zu bringen.
Wir achten deshalb darauf, dass die Ergebnisse as-built und robust sind. So können Entscheidungen getroffen und die Planung effizient weiterverfolgt werden, ohne dass unnötige Korrekturen den Prozess ausbremsen.
Nacharbeit: der versteckte Kostenfaktor
In vielen Projekten sehen wir immer wieder dasselbe Muster. Vor Ort werden Rohdaten gesammelt, zurück im Büro beginnt die eigentliche Arbeit: registrieren, bereinigen, abgleichen, Passpunkte setzen. Wochen später liegen die Daten zwar vor, aber sie kosten Zeit, Geld und Nerven. Die Effizienz der Digitalisierung verpufft, und die Marge schrumpft.
Wir gehen diesen Schritt anders an. Bei uns ist die Nachbearbeitung von Anfang an Teil des Prozesses. Sie ist geplant, systematisch und im Preis berücksichtigt. So verhindern wir, dass die Büroarbeit unkontrolliert anwächst.
Unser Ansatz: Integration statt Rettung
Wir setzen auf eine Kombination aus Technik und Prozesslogik, um die Daten direkt nutzbar zu machen:
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Mobile Erfassung unter realen Bedingungen: Auch bei Bewegung und wechselnden Lichtverhältnissen entstehen belastbare Punktwolken und 3D-Scans direkt auf der Baustelle.
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Systematische Aufbereitung: Teilautomatisierte Aufbereitung, Bereinigung und Anreicherung sorgen für konsistente und qualitätsgesicherte Ergebnisse.
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Gezielter Human-in-the-Loop-Einsatz: Unser KI-Ansatz wird immer von unseren Experten begleitet, sodass ein zuverlässiger Mix aus Effizienz und Qualität entsteht.
Das Ergebnis sind qualitätsgesicherte As-Built-Daten, die ohne zusätzliche Bearbeitung sofort in Planung, GIS oder Übergaben genutzt werden können.
Wirtschaftlich und planbar
Durch die Integration der Nachbearbeitung in den Prozess reduzieren wir Büroaufwand und Personalkosten, beschleunigen Projektabschlüsse und schaffen reproduzierbare Ergebnisse. Für uns bedeutet das: mobile 3D-Scans sind nicht nur technisch möglich, sondern wirtschaftlich sinnvoll, weil die Daten von Anfang an verwertbar sind.
Fazit
Bewegung auf der Baustelle ist normal. Rohdaten sind roh. Entscheidend ist, wie sie aufbereitet und nutzbar gemacht werden. Wir setzen auf strukturierte Nachbearbeitung, integrierte Qualitätskontrolle und sofort verwertbare Ergebnisse, damit mobile 3D-Scans und alle dazugehörigen Daten im Tiefbau nicht nur funktionieren, sondern wirtschaftlich und praxisnah Mehrwert liefern.
